Der Windchill-Faktor; die gefühlte Temperatur
Der Winter hat die Schweiz zur Zeit fest im Griff: Tiefe Minus-Temperaturen, Schnee, Eis auf vielen Seen. Und jede Menge Wind. Also warme Kleider anziehen und auf den nächsten Sommer warten? Mit kaltem Wasser kennen sich die RettungsschwimmerInnen gut aus, nicht zuletzt aufgrund der seit vielen Jahren von Gérald Quiquerez angebotenen Hypothermie-Kurse (der nächste findet übrigens am 7. Februar 09 im Zürich statt). Auch hat die SLRG viel Wissen um die Tragfähigkeit von Eis und im Zusammenhang mit den verschiedenen Winterschwimmen. Ist aber auch das Problem von viel Wind bei tiefen Temperaturen gut bekannt? Heute zum Beispiel herrschen minus 5° C und es bläst eine Bise bis zu 30 km/h. Zusammen ergibt das eine enorme Auskühlung, die einer Temperatur von -13° C bei nur schwachem Wind entspricht. Brrrr. Der Windchill-Faktor beschreibt den Unterschied zwischen gemessener und gefühlter Temperatur und ist daher ein Mass für die windbedingte Auskühlung eines Menschen. Wer es theoretischer (und präziser) mag: siehe Wikipedia unter dem Stichwort "Windchill".

